Eigenbau

Auch als geschickter Heimwerker, der sich fachkundig beraten lässt, sollten Sie sich bei allen Arbeiten wirklich sicher sein, wenn Sie diese selbst ausführen. Die Installation einer Photovoltaikanlage birgt einige Gefahren. Allein aufgrund schriftlicher Anleitungen sollten Sie sich nicht an einen Selbstbau einer netzgekoppelten Solarstromanlage heranwagen.

Hilfreich sind Kenntnisse in Metallbau und Elektroinstallation, sowie bei Dacharbeiten. Dann können Sie einen Teil dieser Arbeiten selbst ausführen oder mithelfen um Geld zu sparen. Als Selbstbauer können Sie sich für die Schritte mehr Zeit nehmen. Ein Installationsbetrieb arbeitet schnell und effizient.

Bedenken Sie auch, dass Sie ggf. auf Gewährleistungen verzichten, die Ihnen sonst der Installationsbetrieb auf die Arbeit zusichert.

Eigenstrom

Schema Stromkostendeckung durch Solarstrom
30% Direktverbrauch + 40% Speicherstrom + 30% Einspeisevergütung = Stromkostendeckung

Auf dem eigenen Dach Strom produzieren und direkt selbst verbrauchen, so geht Stromkostensparen heute. Mit intelligenter Verbrauchssteuerung können Sie den Eigenstromanteil auf über 60% erhöhen und sogar weitere Verbraucher – z.B. zum Heizen – auf Strom umstellen.

Überschussstrom wird für den späteren Verbrauch gespeichert oder weiterhin in das öffentliche Netz gespeist und nach EEG vergütet.

Eigenverbrauch

Eigenverbrauch

Eigenverbrauch eines Gerätes:

Alle an der Solarstromanlage beteiligten Geräte (Wechselrichter, Zähler, Akkumulator, Datenlogger …) haben einen gewissen Eigenverbrauch an Strom, um in Betrieb zu sein.

Der Eigenstrom wird auch oft Eigenverbrauch bezeichnet:

Auf dem eigenen Dach Strom produzieren und direkt selbst verbrauchen, so geht Stromkostensparen heute. Mit intelligenter Verbrauchssteuerung können Sie den Eigenstromanteil auf über 60% erhöhen und sogar weitere Verbraucher – z.B. zum Heizen – auf Strom umstellen.

Überschussstrom wird für den späteren Verbrauch gespeichert oder weiterhin in das öffentliche Netz gespeist und nach EEG vergütet.

Eigenversorgung

Der Verbrauch von Strom, den eine natürliche oder juristische Person im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit der Stromerzeugungsanlage selbst verbraucht, wenn der Strom nicht durch ein Netz durchgeleitet wird und diese Person die Stromerzeugungsanlage selbst betreibt.

Einspeisevergütung

Durch das EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) können sich Anlagenbetreiber eine garantierte Einspeisevergütung vom örtlichen Stromnetzbetreiber über einen Zeitraum von 20 Jahren hinweg sichern.

Der Tabelle können Sie den garantierten Vergütungssatz für eingespeisten Strom je nach Inbetriebnahme und Anlagenart und -größe entnehmen.

Feste Einspeisevergütung – Förderung für PV-Anlagen in Cent/kWh mit Degression und Rundung
Vergütungssätze Cent/kWh – Feste Einspeisevergütung (Kleinanlagen bis 31.12.2015 bis einschl. 500 kWp):
InbetriebnahmeDegressionAnlagen A *Anlagen B**
bis 10 kWpbis 40 kWpbis 500 kWp
ab 01.10.2015 0 % 12,3111,9710,718,53
Vergütungssätze Cent/kWh - Feste Einspeisevergütung (Kleinanlagen seit 1.1.2016 bis einschl. 100 kWp):
bis 10 kWpbis 40 kWpbis 100 kWpbis 100 kWp
01.01.2016 – 31.12.20160 % 12,3111,9710,718,53
01.01.2017 – 31.04.2017EEG 201712,3011,9610,698,51
Mai 20170,25%12,2711,9310,668,49
Juni 20170,25%12,2411,9010,638,47
Juli 20170,25%12,2111,8710,608,45

Für Teilnehmer am Marktprämienmodell liegt die Erlösobergrenze jeweils 0,04 ct/kWh höher als die feste Einspeisevergütung.

  • Anlagen A: auf Wohngebäuden und Lärmschutzwänden
  • Anlagen B: auf Nichtwohngebäuden im Außenbereich und Anlagen auf Freiflächen (mit einer Inbetriebnahme vor dem 01.09.2015) bis 500 kWp

Einspeiseverträge

Der Netzbetreiber ist durch das EEG dazu verpflichtet, Solarstromanlagen an das Netz anzuschließen und eine Einspeisevergütung zu zahlen, damit entfällt ein formelles Verfahren. Es ist kein Einspeisevertrag notwendig. Der Installateur kümmert sich um die Anmeldung der Anlage beim Netzbetreiber.

Möglicherweise wird ihr Stromversorger mit Ihnen zusätzlich einen Einspeisevertrag schließen wollen, lassen Sie einen solchen Vertrag gründlich von einem erfahrenen Anwalt prüfen, damit er für Sie als Betreiber sinnvoll ist.

Einspeisezähler

Messeinrichtung zur Abrechnung der Einspeisevergütung mit dem Netzbetreiber.

Ein Einspeisezähler misst die Energiemenge [kWh], die von Ihrer Photovoltaikanlage erzeugt und ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Das EEG schreibt die Messeinrichtung für alle netzgekoppelten Photovoltaikanlagen verpflichtend vor.

Die Kosten für einen Einspeisezähler trägt laut §13 Absatz 1 EEG der Anlagenbetreiber. In der Praxis können Sie Ihren Einspeisezähler entweder selbst erwerben oder vom Netzbetreiber gegen ein Entgelt mieten.

Sie haben meist die Wahl zwischen dem Tausch des alten Zählers gegen einen Zweirichtungszähler oder einem zusätzlichen Einspeisezähler.

Einstrahlungsleistung

Außen an der Erdatmosphäre erreicht uns eine Strahlungsleistung von 1367 Watt pro Quadratmeter. Auf dem Weg zu Ihrem Dach verringert sich die Leistung, bei bewölktem Himmel können es noch gut 300 W/m² sein, bei hohem Sonnenstand und klarem Himmel 1000 W/m².

Im Laufe des Jahres summiert sich die Globalstrahlung, die sich aus diffuser Strahlung und direkter Strahlung zusammensetzt, in unseren Breiten auf durchschnittlich 1.000 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, das entspricht rechnerisch 100 Litern Öl.

Der DWD gibt regelmäßig aktuelle Karten für die Globalstrahlung heraus.

Elektron

Atomares Teilchen, das die negative elektrische Ladung trägt. Der Stromfluss wird in der Physik mit der Bewegung der Elektronen erklärt.

Elektrosmog

Gleichstrom aus dem Solargenerator erzeugt nur elektrische Gleichfelder in der Größenordnung natürlicher Felder und ist damit unbedenklich.

Ist der Wechselrichter (das Netzeinspeisegerät) möglichst nah am elektrischen Hausanschluss, sind die Wechselstromleitungen kurz und die magnetischen Wechselfelder werden reduziert. Wer sicher gehen möchte, hält mit den Wechselstromleitungen größeren Abstand zu Plätzen, die tagsüber stark frequentiert werden.